Die elektronisch geregelte Anästhesie

Die elektronisch geregelte Anästhesie ist eine lokale Betäubungsmethode, bei der das Betäubungsmittel nicht direkt ins Zahnfleisch injiziert wird, sondern mit der Nadel in den Spalt zwischen Zahn und dem Zahnfach (Alveole). Das wird auch als intraligamentäre Anästhesie (ILA) bezeichnet. Die Dosierung des Anästhetikums wird elektronisch via Computer gesteuert und kann so besonders exakt dosiert werden. Die tröpfchenweise Abgabe erfolgt in der Regel über einen Zeitraum von 20 bis 25 Sekunden und die betäubende Wirkung setzt sofort ein. Im Gegensatz zu der herkömmlichen Leitungsanästhesie ist die Wirkung einer elektronisch geregelten Anästhesie auf den betroffenen Zahn und das unmittelbar angrenzende Gewebe begrenzt.

Für Angstpatienten dürfte die elektronisch geregelte Anästhesie – oder auch: „schmerzfrei Anästhesie“ – eine mögliche Lösung Ihrer Zahnarzt-Probleme darstellen: Da die Injektion nicht direkt ins Zahnfleisch erfolgt, entsteht kein schmerzhafter Druck im Gewebe, den Kinder und schmerzanfällige Patienten häufig fürchten. So kann eine elektronisch geregelte Anästhesie auch eine Alternative zur Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) darstellen, die einige Patienten aus Angst einer lokalen Betäubung vorziehen.

Auf unserem Blog finden Sie weitere praktische Tipps für Angstpatienten.

Die Vorteile einer elektronisch geregelten Anästhesie

Die elektronisch geregelte Anästhesie kann sich aufgrund einer Vielzahl von Vorteilen gegen die herkömmliche Leitungsanästhesie behaupten. Diese möchten wir Ihnen im Folgenden nahelegen: Im Vergleich zur Leitungsanästhesie tritt die betäubende Wirkung schneller ein und kann aufgrund der Computerregelung exakter dosiert werden. Das führt dazu, dass durchschnittlich deutlich weniger Anästhetikum verabreicht werden muss, sodass Ihr Körper das Betäubungsmittel schneller wieder abbauen kann. Ein großes Plus ist außerdem, dass sich die Betäubung nur auf den zu behandelnden Zahn und das Zahnfleisch, das diesen direkt umschließt, auswirkt. In anderen Bereichen (Lippen, Wangen oder Zunge) stellt sich kein Taubheitsgefühl ein, sodass Sie nach der Behandlung keine artikulatorischen oder mastikatorischen Einschränkungen zu erwarten haben. Im Gegensatz zur Leitungsanästhesie ist bei der elektronisch geregelten, intraligamentären Anästhesie (ILA) nicht erforderlich, Sie über dem Risiko einer möglichen Gefäß- und Nervenläsion aufzuklären, da diese Gefahr schlicht nicht besteht.

Anwendungsbereiche einer elektronisch geregelten Anästhesie

Nun stellt sich natürlich die Frage, in welchen Fällen auf die elektronisch geregelte Anästhesie ausgewichen werden kann. Allgemein gesprochen, können Sie sich bei kleineren Eingriffen für die alternative Betäubungsmethode entscheiden. Darunter fallen unter anderem das Ziehen von Zähnen und das Ausbessern von mit Karies befallenen Zähnen. Für größere, langwierige Eingriffe gilt diese Methode als ungeeignet. Für eine genaue Auskunft über die Anwendungsbereiche und ob die elektronisch geregelte Anästhesie für Sie und Ihren Eingriff in Frage kommt, kontaktieren Sie bitte Ihren zuständigen Zahnarzt.

Haben Sie Fragen zur elektronisch geregelten Anästhesie, möchten Sie mehr zu dem Thema erfahren oder steht bei Ihnen demnächst ein Eingriff an, den Sie unter Einsatz der vorgestellten Betäubungsmethode durchführen lassen möchten? Kontaktieren Sie uns oder sprechen Sie Ihr Anliegen einfach direkt im Rahmen Ihres nächsten Termins an. Wir beraten Sie gerne fachkundig und ausführlich.